Frauenakademie Ulm

     

Lerngruppe

Den Kern des Qualifizierungsprozesses bildet die Lerngruppe. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem sich 10 – 16 Frauen mit und ohne Einwanderungsbiographie begegnen. Hier treffen sich Frauen verschiedener kultureller, religiöser, säkularer und politischer Zugehörigkeiten. In einer Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und in einem Dialog auf Augenhöhe lernen sie miteinander und voneinander.
Je unterschiedlicher die Lerngruppe sich zusammensetzt, desto vielfältiger das Erleben.
Als „Repräsentantinnen der Vielfalt“ sind die Teilnehmerinnen eingebunden in die Gestaltung des Lernprozesses und in die Auswahl der Themen.

„Wir reden miteinander, nicht übereinander.“
 

Lerninhalte

Das Lernhaus-Curriculum besteht aus einer Kombination verschiedener Module, die sich wechselseitig ergänzen:

Methodisch ausgerichtete Trainings  
3-mal Freitag/ Samstag von 9 – 16 Uhr
Drei Blockveranstaltungen (je 1-2 Tage) machen die Teilnehmerinnen mit Methoden vertraut, die geeignet sind, interkulturelle Kommunikationsprozesse zu erleichtern. Sie schaffen Erfahrungsräume, sich mit eigenen Haltungen und Verhaltensweisen auseinander zu setzen und Bewusstheit für die Perspektivegebundenheit der eigenen Sichtweise zu entwickeln. Grundlage dieser Trainings ist der Dialog-Prozess-Ansatz, ergänzt durch andere Ansätze aus interkulturellen Trainings, Diversity-Trainings, Biografiearbeit, Kultursimulationen, kreative Methoden u.a.

Gruppentreffen
dienen der Reflektion, Vertiefung und Planung der Lernhausarbeit
in 14-tägigem Rhythmus, freitags 9 bis 12 Uhr
Die regelmäßigen Gruppentreffen sind das „Rückgrat“ des Lernhausprogramms und ermöglichen den intensiven Austausch in der Gruppe.
Ihre genaue inhaltliche Ausrichtung wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen festgelegt und kann immer wieder neu an die Notwendigkeit des Gruppenprozesses angepasst werden.

Erfahrungsaustausch und Vernetzung
mit Institutionen und Initiativen, die im lokalen Umfeld im transkulturellen und interreligiösen Bereich aktiv sind.
Hier lernen die Teilnehmerinnen kennen, in welchen Berufsfeldern, Initiativen, Projekten, Vereinen und religiösen Gemeinden sie sich engagieren können. Oft bringen sie bereits Fachwissen und Erfahrungen mit und tragen so bei zu einem großen Netzwerk von Menschen, die sich für einen Integationsprozess einsetzen, an dem sich alle beteiligen – Einheimische und Zugewanderte.

 
Abschluss und Zertifikat

Die Teilnahme am Qualifizierungsprogramm zur „Kulturmittlerin“ wird durch ein Zertifikat bescheinigt.

Das Curriculum ist als Basiskonzept zu verstehen. Als Aufbaukurs werden im Rahmen des Frauenakademie-Programms weiterführende Qualifikationsseminare angeboten: Weltreligionen, Gewaltfreie Kommunikation, Kultursimulation u.a.

 
Finanzierung / Förderung

Kosten: 420 € (zahlbar in 5 Raten). Eine Förderung ist nach Absprache möglich.